Handykauf-Philosophie

„Wer hat schon 5 Jahre lang das gleiche Phone ? Wer nen gscheiten Anbieter hat, bekommt eh alle 2 Jahre ein neues fast umsonst.“

Fragt jemand auf Facebook. Ja, warum?

Der, der ein gutes Handy hat, mit dem er auch in Jahr 4 noch sehr zufrieden ist und es darum noch ein Jahr behält, bis vielleicht der Akku langsam spürbar schlechter wird.

„Wer nen gscheiten Anbieter hat, bekommt eh alle 2 Jahre ein neues fast umsonst.“

Derjenige hat dann keinen „gescheiten Anbieter“, sondern vor allem einen sündhaft teuren Vertrag. Meistens ist dass das Gegenteil von gescheit, weil teurer als das Handy direkt statt auf Raten zu kaufen.

Mittlerweile kosten gute EU-weite Allnet-Flatrates mit 3-5 GB LTE weniger als 10 Euro ohne Handy, wer da blöd genug ist, 50 Euro oder mehr zu zahlen, ist wahrscheinlich zwar auch so dumm, ein „gescheites“ Handy alle zwei Jahre für eine Art gutes Geschäft zu halten, rational ist das aber trotzdem nicht.

Weil dann nämlich das Handy schon 1000 Euro teuer sein müsste, damit der Deal noch sinnvoll ist. Was zumindest bei Android fast unmöglich ist – wenn man nicht gerade ausgerechnet das teuerste, neueste Samsung-Gerät haben muss, wenn es gerade vor ner Woche auf den Markt gekommen ist.

Wer ohne Not nach zwei Jahren ein neues Handy kauft, egal, ob nun per Ratenzahlung oder direkt, der handelt natürlich auch nicht sonderlich rational, sondern gönnt sich einen teuren Luxus.

Was okay ist, wenn man sich dessen bewusst ist aber dumm, wenn nicht.

Wie ich persönlich das handhabe? Ich verliere oder zerstöre im Suff mein Smartphone ungefähr im Jahrestakt (gerne kurz nach Ablauf einer Versicherung, sofern ich eine hatte) und zahle auf diese Weise grundsätzlich viel zu viel für neue Handys.

Ja, diese Variante ist unter dem Strich noch viel dämlicher, als einen zu teuren Vertrag zu haben.

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