Fußballdeppen 2018: Ein Glossar

Vor ein paar Minuten ist mir aufgefallen, dass ich offenbar das erste Deutschlandspiel von dieser Weltmeisterschaft, die wohl irgendwann in dieser Woche angefangen haben muss, verpasst habe. Ist nicht meine Schuld, ich kann ja nicht ahnen, dass das schon nachmittags losgeht.

Was Fußball angeht, bin ich nunmal ein Depp. Und auch ein wenig Ignorant. Aber zumindest ist mir das selber klar – und genau das kann man über diejenigen, die sich quer durch alle sozialen und alle anderen Medien gerade ebenfalls als Fußballdeppen outen, ohne das vielleicht immer zu wollen, meistens nicht sagen.

Folgende Typen an Fußballdeppen belustigen mich derzeit täglich wieder aufs neue:

  • Claudia Roth, die mal wieder davor warnt, die deutsche Mannschaft zu feiern, jedenfalls, wenn dabei Deutschlandfahnen zum Einsatz kommen. Als gäbe es irgendwelche anderen Symbole für das Team und als wäre nicht schon seit jeher schwarz-rot-gold zu Fußballzeiten vor allem einfach das Symbol für ne Fußballmannschaft, das zwar nicht zufällig mit denen eines Landes übereinstimmt, diese Tatsache aber den meisten Fußballfans abgesehen davon, dass es nunmal ihr Land ist, eigentlich egal ist.
  • Besorgtbürger, die so sehr besorgt um die rassische Reinheit im Reich sind, dass sie die deutsche Nationalmannschaft nicht feiern mögen, weil da einfach zu viele Türken und andere Nichtarier mitspielen. Genau wie Claudia Roth würden sie ihren Volksgenossen am liebsten verbieten, Deutschlandfahnen aufzuhängen aber sie reagieren sehr ungehalten, wenn man sie auf diese Gemeinsamkeit hinweist. Zusätzlich bringt diese Spezies die „Umbenennung“ (die eigentlich bloß die Einführung einer Markenbezeichnung ist) der Mannschaft in „Die Mannschaft“ immer noch auf die Palme – obwohl das schon über drei Jahre her ist.
  • „Anti“-Faschisten, denen Nationen so egal sind, dass sie Deutschlandfahnen an Autos zu WM-Zeichen für etwas irgendwie Nationales halten und darum diese klauen und dabei auch noch glauben, dass sie damit die Welt zu einem besseren Ort machen.
  • Chorgesangsbewegte, die es für relevant halten, das jeder Türke, der „für Deutschland“ spielt, gefälligst die Hymne vor Spielbeginn mitsingt. Ob der Rest es tut ist ihnen egal, der weitere Spielverlauf auch. Haben vermutlich ählich wenig Ahnung von Fußball wie ich und versuchen das mit künstlicher Aufregung um Nichtigkeiten zu überspielen.

Bei so viel Entertainment abseits des Spielfeldes, wer will mir da verdenken, dass für mich Fußball sehr zur Nebensache wird?

Und wenn all diese Typen ehrlich wären, würden sie vielleicht auch zugeben, dass auch für sie der Fußball total egal ist. Sonst würden sie sich das nämlich einfach angucken, statt wegen irgendwelcher Lapalien drumherum so durchzudrehen.

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