Dinosaurs will die

Sehr zur Überraschung der deutschen Verlegerlobby hat Google den freundlichen Vorschlag, doch bitte schlappe 1,24 Milliarden Euro an die Verlage zu überweisen, dankend abgelehnt. Mit dem Hinweis, dass man das als „haltlose Gedankenspiele“ auffassen würde.

Was ja auch nachvollziehbar ist. Jedenfalls für jeden denken Menschen. Nicht so sehr für Dinosaurier und ihre politischen Arme namens Axel Voss (CDU) oder Katharina Barley (SPD), die uns das europäische Leistungsschutzrecht eingebrockt haben, das genau diesen Gedankengang gegangen ist, dass doch bitte Links auf Presseartikel unbedingt irgendwie für den, der so freundlich ist, zu verlinken, dafür zu blechen hätte.

Dinosauriger gehts nicht. Auf was für einem absurden Holzweg die Verlage schlurfen, haben sie offensichtlich immer noch nicht kapiert. Ich wünsche baldiges Ableben von FAZ, Welt und Co. und den hunderten SPD-Blättchen, für die Barley diesen Mist gegen ihr eigenes Versprechen durchgesetzt hat.

Wäre ich Google gewesen, hätte mein Gegenangebot in etwa so ausgesehen: Passt mal auf Ihr Clowns. Wie wäre es, wenn IHR UNS diese eine Milliarde zahlt, so wie außer Euch so ziemlich jeder das bei uns tut, um gefunden zu werden – und dafür schmeißen wir Euch einfach nicht komplett aus dem Index unserer Suchmaschinen, was die einzig faire Konsequenz aus einem so dreisten Vorhaben wäre?

Hier versucht längst der Schwanz mit dem Hund zu wedeln. Und man versucht über die Politik alles, damit das hinhaut. Es ist nur noch absurd.

2 Gedanken zu „Dinosaurs will die

  1. Ich habe vor vielen Jahren eine Webseite über Tourismus nach Frankreich eingerichtet. Da ich nicht alle Regionen oder Städte selbst besuchen konnte oder kann, habe ich meine Seiten ganz naiv auf die lokalen Webseiten verlinkt, damit die Besucher unserer Webseite mehr Informationen erhalten und habe geglaubt, dass die lokalen Webseiten damit sehr glücklich sind. Nach Besuch diverser Webseiten habe ich aber festgestellt, dass praktisch alle wollten, dass ich davor eine ERLAUBNIS zur Verlinkung einholen muss, manchmal sogar mit einer Prozessandrohung verbunden. Ich habe natürlich alle Links gelöscht. Ob diese diversen Tourismusorganisationen damit besser bedient sind, sei dahin gestellt.

    1. In Frankreich scheinen die Uhren in dieser Hinsicht auch noch etwas anders zu ticken. Dort finden ja auch alle diese Leistungsschutzrechtsgeschichte total geil. Mehr noch als bei uns. Da passt die Geschichte schon ins Bild. Trotzdem erstaunlich und traurig, alles.

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