Bayerns Behörden mit Kreuzen zuzupflastern ist eine der besseren CSU-Ideen

Die CSU hat heute einen wichtigen Schritt unternommen, um ihre absolute Mehrheit im bayerischen Parlament zu sichern. Die Partei des Heimatmuseums hat nämlich beschlossen, dass in Bayern ab Juni in jeder Behörde ein Kreuz an der Tür zu hängen hat.

Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes im Freistaat ist als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland anzubringen.

Was für jeden halbwegs normaldenkenden Menschen außerhalb Bayerns nach irgendwas zwischen Schnapsidee und Aprilscherz klingt, ist in Wirklichkeit natürlich eine cleverer Plan, der die kommende Landtagswahl in Bayern gewinnen helfen soll.

Denn den durchschnittlichen CSU-Wähler juckt die diesem absurden Befehl innewohnende Idiotie naturgemäß sowieso nicht, schließlich wählt er ja CSU. Der AFD, deren Anhänger bekanntlich noch viel bullshitaffiner sind, als die der CSU und die in Bayern derzeit in Umfragen sage und schreibe 13 Prozent Zuspruch erhält, nimmt man damit aber ordentlich Butter vom Brot.

Denn in klassisch-tumber AFD-Manier eine Regierung zu kritisieren, die sich selbst so bereitwillig zum Horst, äh, Markus macht, das dürfte selbst für die albernen Alternativen nicht ganz so einfach werden.

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