Joachim Edlef Köppen

Joachim Edlef Köppen kam im Mai 1893 zur Welt. Er hatte damit genau das richtige Alter, um 1914 an der Front des 1. Weltkriegs zu landen – und so geschah es auch. 

Und zwar als Kriegsfreiwilliger. Er hatte Bock. Das änderte sich später. Er wurde mehrfach verwundet, verätzt durch Giftgas, verschüttet. Im September 1918, zwei Monate vor Kriegsende, hatte der Krieg ihn endgültig zum Pazifisten gemacht. Er weigerte sich, zu kämpfen und wurde gemäß der damaligen Logik in die Psychiatrie eingewiesen. Denn wer den irrsinnigsten Krieg der Menschheitsgeschichte nicht mehr kämpfen will, der hat sie ja nicht mehr alle und so.

Nach dem Krieg setzte er zunächst sein durch diesen unterbrochenes Germanistik-Studium fort und arbeitete als Lektor bei Kiepenheuer. Später gründete er wenig erfolgreich einen eigenen Verlag, war ab 1925 aber bei der „Funk-Stunde Berlin“, dem ersten Rundfunksender Deutschlands, tätig. Wo ihn die Nazis 1933 feuerten.

1930 hatte er den Roman „Heeresbericht„* verfasst, in dem er seine Erlebnisse aus dem Weltkrieg verarbeitete. In diesem Roman entwickelt sich ein Kriegsfreiwilliger zu einem Kriegsgegner.

Anfang 1939 starb Joachim Edlef Köppen mit 45 Jahren in einem Lungensanatorium an den Spätfolgen seiner Kriegsverletzungen.


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